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Masserie und Trulli im Itria-Tal

Von Natalie Hoerner

In der wunderschönen Landschaft des Itria-Tales umgeben von Weingärten, Olivenhainen und von niedrigen Steinmauern begrenzten Feldern finden Sie Alberobello, die Stadt der Trulli.

Trulli sind typisch apulische Steinhäuser mit konischen Dächern. Sie sind hauptsächlich im Itria-Tal zu finden, also in der Gegend zwischen Cisternino, Alberobello und Ostuni. Der Trullo entstammt einer Kultur, die sich in engster Verbundenheit mit dem umliegenden Land entfaltete. Diese sehr stabile Konstruktion hat den Vorteil, im Sommer kühl und im Winter warm zu sein. An der Dachspitze findet sich meist eine rätselhafte Zinne, die die Verbindung zwischen Mensch und Himmel darstellt.

Trullidea bietet Ihnen an, Ihre Ferien in einem dieser Trulli zu verbringen. Weiter organisiert Trullidea Radwanderungen in die nähere Umgebung. Gruppen können auch einwöchige Kochkurse mit Ausflügen zu Gutshöfen, die eigene Weine, Käse und Olivenöl produzieren, buchen und von September bis Dezember bei der Olivenernte mitmachen und dabei Näheres über die Erzeugung des herrlichen Olivenöls der Region Apulien erfahren. Viele sogenannte Masserie werden heute als Agriturismo-Betriebe geführt.

Die Struktur der "Masseria", des typischen Gutshofes, die vor allem in der apulischen Landschaft vorkommt, war von großer sozialer und ökonomischer Bedeutung. Der Aufbau der "Masseria" ist auf die Villa des spätrömischen Reiches zurückzuführen, aus deren architektonischer und organisatorischer Struktur der Gutshof entsprungen ist. Es ist die wichtigste Bauform des 16. Jahrhunderts. Die auf dem Landgut begründete land- und viehwirtschaftliche Nutzung des Gebietes sicherte allgemein einen für damalige Verhältnisse guten Lebensstandard. Das Gut stellte die geeignete Umgebung dar, eine solch schwierige und undankbare Natur wie den Karst der Murge zu kolonisieren.

Während des 19. Jahrhunderts erlebte die "Masseria" einen Wandel in ihrer Bedeutung. Sie wurde nun nicht mehr nur als eine wirtschaftliche Notwendigkeit angesehen, sondern auch als ein Ort für die Sommerfrische. In den kleinen, den Gütern zugehörigen Kapellen finden sich die interessantesten Gemälde der lokalen Kunst, darunter Bilder von De Iesu, De Mauro und der Schule von Carella.

Link

www.capeland.it

Geschrieben 22.06.2001, Geändert 22.06.2001, 3463 x gelesen.

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