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Siena - der Dom - seine Fassade

Von mosaik

Ein Meisterwerk italienischer Baukunst ist die Fassade des Domes von Siena.

Den unteren, ausgesprochen romanischen Teil, ein Werk - wie bereits erwähnt - von Giovanni Pisano, kennzeichnen drei große Portale und eine Reihe sehenswerter Standbilder von demselben Pisano, die hier durch Nachbildungen ersetzt wurden, um ihrem Verfall im Laufe der Zeit vorzubeugen, während sich die Originale im "Museo dell'Opera" befinden. Rein gotisch ist hingegen der dreispitzige, reichlich verzierte obere Teil.

Der obere Teil des Hauptportals des Domes, frankiert von Säulenbündeln mit einem prächtigen Dekor im klassischen Stil: Achantus-Gewinde, Putten und Bestiarien, geschaffen von Giovanni Pisano. Im Sturz des Portals prangt ein Basrelief von Tino di Camaino, etwa 1285-1337, das die Geschichte des Hl. Joachim und der Hl. Anna darstellt. Das erst 1958 geschaffene Bronzeportal ist ein Werk von Enrico Manfrini, das Thema ist die Verherrlichung der Jungfrau durch Gott und die Menschen.

Auch auf dem linken Seitenportal ist zwischen dem Sturz und dem Bogen wie im rechtsseitigen Portal ein Basrelief zu sehen. Mitten im oberen Abschnitt der Fassade ist eine große Fensterrose, geschmückt mit Standbildern der Muttergottes und der vier Evangelisten, sowie Patriarchen und Propheten, alles Nachbildungen der Originale aus dem 14. Jahrhundert, die jetzt im "Museo dell'Opera" verwahrt werden. Die drei Spitzen der Fassade zieren Mosaike von Augusto Castellani (1877), über der mittleren thront ein Engel von Tommaso Redi (1639).

Die linke Seitenwand des Domes lehnt sich an den Erzbischöflichen Palast und hat ein geschlossenes einbogiges Fenster. Die rechte Seitenwand mit den schwarz-weißen Marmorstreifen ist von gotischen zweibogigen Fenstern durchbrochen. Am rechten Ausläufer des Querschiffes befindet sich der Seiteneingang zum Dom mit einer Lünette, in deren Mittelpunkt Donatello auf einem Tondo die "Madonna del Perdono" dargestellt hat.

Copyright Peter Krackowizer, A-5081 Anif, Sommer 2001

Geschrieben 07.08.2001, Geändert 07.08.2001, 2260 x gelesen.

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Kommentare zu diesem Artikel

Kommentar von Lothar W. Pawliczak vom 16.09.2010 08:54:41

Vom Campo sind es nur ein paar Schritt bis zum Dom (Weg ist gut ausgeschildert). Sie gehen auf die Treppe zu, die der Bischofskriche ihren Namenszusatz gegeben hat.
Ebenso interessant wir ungewöhnlich: Ganz unten in der Kirche, neben der Treppe befindet sich die Taufkirche (die Fassade hier wurde 1317-82 geschaffen und blieb im oberen Teil unvollendet), darüber - auf halber Höhe der Treppe - geht es in die Krypta und wenn man oben angekommen ist, steht man in einer Investruine: 1317 plante man eine Erweiterung, entschied sich dann für einen Neubau, der 1339 begonnen, wegen der Pest 1348 unterbrochen und schließlich ganz eingestellt wurde. So haben wir nun gewaltige unvollendete Arkaden, in die später teilweise Wohnungen eingebaut wurden, und oben, von der freistehenden Südfassade hat man einen prächtigen Blick über die Stadt.

siehe auch:www.qype.com/place/1577279-Santa-Maria-della-Scala-Dom--Siena