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Arena di Verona - Von Gladiatoren, Stierkämpfern und dem hohen C

Von Stefano & Co

Die Arena di Verona ist nach dem Kolosseum in Rom das größte und besterhaltendste römische Amphitheater. Der Innenraum misst in seinen Achsen 74 bzw. 45 Meter und bietet Platz für ca. 22000 Zuschauer. Erbaut wurde die Arena etwa zur gleichen Zeit wie das Kolosseum im ersten Jahrhundert nach Christus gegen Ende der Regierungszeit des Kaisers Augustus. Dies macht deutlich, welche große Bedeutung die Kolonie Verona bereits innerhalb des Römischen Reich eingenommen hatte. Genutzt wurde die Arena di Verona vor allem für Gladiatorenkämpfe und Tierhetzen, wie sie auch der römische Geschichtsschreiber Plinius der Jüngere in seinen Schriften erwähnt hat.

Nach dem Untergang des römischen Imperiums um 400 nach Christus drohte zunächst auch die Arena di Verona zu verfallen. Ein schweres Erdbeben brachte im 11. Jahrhundert die Außenmauern zum Einsturz. Erst ein Jahrhundert später entdeckte man das Bauwerk wieder und nutzte es für sehr unterschiedliche Belange. So wurden dort im Jahre 1278 bei einem Ketzerprozess 166 Bürger aus Sirmione hingerichtet. Im späten Mittelalter war die Arena vor allem ein beliebter Austragungsort für Ritterturniere und ähnliche Spektakel. Im Jahre 1805 wurde dort ein Stierkampf veranstaltet, bei dem auch Napoleon anwesend gewesen sein soll.

Erst zu Beginn des 20. Jahrhundert endete die blutrünstige Geschichte der Arena di Verona und das Bauwerk wurde für friedlichere Zwecke genutzt. Am 10. August 1913 wurde anläßlich des 100. Geburtstags von Giuseppe Verdi dessen Oper Aida in der Arena mit großem Erfolg aufgeführt. Dies war die Geburtsstunde der berühmten Freilichtfestspiele von Verona, die bis heute Sommer für Sommer über eine halbe Million Besucher in die Stadt locken. Die Aida von Giuseppe Verdi ist gefolgt von den Opern Nabucco (G. Verdi) und Turandot (G. Puccini) die begehrteste Aufführung der Arena und ein fester Bestandteil jeder Opernsaison.

Geschrieben 27.12.2011, Geändert 28.12.2011, 4240 x gelesen.

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