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Der Zentralmarkt und seine Geschichte

Von awo

Die Halle des Zentralmarktes (Mercato Centrale) befindet sich nahe der Basilika San Lorenzo, das sind weniger als 5 Minuten zu Fuß vom Dom. Hier gibt es Lebensmittel bester Qualität zu günstigen Preisen. Allein schon, um die besondere Atmosphäre mit ihren Gerüchen, Farben, Delikatessen und menschlicher Wärme in sich aufzunehmen, lohnt sich der Weg hierher. Das Markttreiben strahlt weit in die umgebenden Strassen aus. Die Markthalle selbst hat zwei Etagen, wobei oben Obst und Gemüse, unten Fisch, Fleisch, Käse und vieles andere zu finden ist.

Auch das Gebäude selbst ist sehenswert. Es wurde von 1870 bis 1874 gebaut und von dem Architekten Giuseppe Mengoni entworfen, von dem auch die Galleria Vittorio Emanuele II in Mailand stammt. Im Obergeschoss ist es hell, weil Mengoni die damals modernen Materialien Gusseisen, Eisen und Glas verwendete. Wirkt die Markthalle von außen recht klassisch, so sind innen "Liberty"-Elemente zu sehen.
Die Errichtung der Zentralmarkthalle geht auf das Jahrzehnt von 1860 bis 1870 zurück, in dem Florenz die Hauptstadt Italiens war. Während dieser Zeit entstand der Plan, im ältesten Teil der Altstadt, wo sich bereits der Markt (das Forum) der Römer befand, einen repräsentativen Platz, die heutige Piazza Repubblica, und verhältnismäßig breite Strassen anzulegen sowie bürgerliche Paläste (Palazzi) bauen zu lassen. Dafür wurde ein ganzes Stadtviertel, das jüdische Ghetto, abgerissen.

Als 1870 Rom die Hauptstadt wurde, blieb Florenz voller Schulden zurück. Dennoch gelang es, dass vor allem Banken den oben beschriebenen Plan in der spekulativen Periode von 1885 bis 1895 umsetzten. Der Zentralmarkt war zu diesem Zeitpunkt bereits in die neu errichtete Halle umgezogen. Auch hier sind zuvor die alten Häuser abgerissen und die Strassen wie z.B. die Via dell'Ariento, der historische Standort der Silberwerkstätten, verbreitert worden.

Leider nur italienisch, zum Durchklicken, bis die Internet-Adressen einer Reihe von Markthändlern erscheinen: www.firenzebotteghe.it.

Geschrieben 31.12.2007, Geändert 01.01.2008, 3041 x gelesen.

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