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Spa für Seele und Körper

Von scrittore

„Ihr wart noch nicht in Bagno Vignoni?“ Gina, Stefanos Frau, staunte.

„Dann wird es aber Zeit. Wir fahren morgen früh los, nehmt euch was zum übernachten mit. Ihr könnt bei meinen Eltern schlafen.“

Kurz nach Sonnenaufgang saßen wir in Lucas Geländewagen und fuhren los. Knapp 90 km lagen vor uns. Stefano hatte uns schon vorgewarnt, die Straßen seien teilweise abenteuerlich.

Wir genossen ein ums andere Mal die Landschaft, die Blicke auf die kleinen Dörfer, Höfe, Kirchen und Burgen im Val d`Orcia, die atemberaubenden Ausblicke auf den Monte Amiata, der sich je näher wir Bagno Vignoni kamen, immer beeindruckender ins Bild schob.

Während Stefano unbekümmert den Wagen lenkte, als Italiener konnten ihn die Fahrkünste seiner Landsleute nicht schrecken, die uns teilweise in Kamikazemanier auf den engen, kurvigen Straßen entgegenkamen, Höhepunkt war ein Fiat 500 der auf dem Dach eine Waschmaschine transportierte, erzählte uns Gina viel Interessantes zu dem uralten Badeort.

In Bagno Vignoni seien wir in guter Gesellschaft, hier hätten schon die heilige Caterina von Siena und Lorenzo dei Medici ihre Zipperlein kuriert. Auch Pius II. der aus dem nahe gelegenen Pienza stammte, soll hier oft gekurt haben.

Der Ort war wahrscheinlich schon zu etruskischen Zeiten als Heilquelle bekannt und wurde von den Römern rege genutzt.

Bagno Vignoni liegt an der uralten Pilgerstraße, der Frankenstraße, die nach Rom führt.

Nach der Ankunft in Bagno Vignoni stellte uns Gina ihren Eltern vor und wir bezogen unser Zimmer. Nachdem wir uns umgezogen hatten, liefen wir hinunter in den Ort. Mitten im Städtchen, wo sich bei anderen Orten der Marktplatz befindet, erstreckte sich hier das riesige Thermalbecken. Ein feiner Wassernebel stand über dem Becken.

„Wartet, wir gehen noch weiter in eine wahre Luxustherme. Da lassen wir uns heute verwöhnen“, Gina lachte, als wir unsere Füße ins Wasser tauchten.

Etwas außerhalb des Ortes liegt auf einem weitläufigen Gelände das im Stil einer alten toskanischen Villa erbaute Hauptgebäude umgeben von mehreren Nebengebäuden. Wir gönnten uns eins der vielen Programme und genossen den herrlichen Tag in der Wellnessoase. Wir schwammen im Naturbadesee, entspannten im etruskischen Solebad, schwitzten in einer der Saunen und ließen uns von kundigen Händen massieren. Hinterher dösten wir ein halbes Stündchen auf Wasserbetten in der Ruhezone.

Im Arkadenrestaurant ließen wir uns zum Abschluss noch kulinarisch verwöhnen.

Ich hatte auf der Karte gesehen, dass wir nur wenige Kilometer von Montalcino und Montepulciano entfernt waren. Auf der Rückfahrt würden wir über Montepulciano nach Hause fahren.

Geschrieben 12.06.2011, Geändert 12.06.2011, 2434 x gelesen.

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